Die Startseite Finanzen Rekord-Überstunden: Wie ein Lehrer in Österreich allein durch Überstunden 50.000 Euro verdiente

Rekord-Überstunden: Wie ein Lehrer in Österreich allein durch Überstunden 50.000 Euro verdiente

von Max Weingartner

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Im Bildungswesen Kärntens (Österreich) ist eine hitzige Debatte entbrannt. Auslöser waren aktuelle Daten zu den Vergütungen für Lehrkräfte im vergangenen Jahr. Es stellt sich heraus, dass der Personalmangel es Lehrern ermöglicht, nicht nur etwas dazu zu verdienen, sondern ihr Einkommen buchstäblich zu verdoppeln.

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Ein Gehalt wie das eines Top-Managers: die nackten Zahlen
Einer der Lehrer an Oberschulen (AHS/BHS) in Kärnten hat einen besonderen finanziellen Rekord aufgestellt. Im vergangenen Jahr erhielt er 50.400,37 Euro (vor Steuern) ausschließlich als Vergütung für Überstunden. Dieser Betrag wurde zusätzlich zu seinem Grundgehalt ausgezahlt, was sein Jahreseinkommen faktisch verdoppelte.

Laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ ist dies kein Einzelfall:

Die Top-10 der Lehrkräfte der Region erhielten jeweils mehr als 40.000 Euro für Überstunden.

Auf den Plätzen zwei und drei lagen Zahlungen in Höhe von 50.075 bzw. 45.924 Euro.

Insgesamt gab der Kärntner Haushalt im Jahr mehr als 14 Millionen Euro für Überstunden der Lehrer aus.

Arbeit bis zur Erschöpfung: 20 Überstunden pro Woche
Die Statistik der geleisteten Arbeitsstunden ist noch beeindruckender als die Höhe der Zahlungen. Einer der „Rekordhalter“ leistete im Schuljahr 676,15 Überstunden.

Was bedeutet das in der Praxis?
Das sind etwa 20 zusätzliche Unterrichtsstunden pro Woche. Tatsächlich leistete der Lehrer wöchentlich zwei volle Arbeitstage zusätzlich zu seiner regulären Arbeitszeit.

Warum sind die Zahlungen so hoch?
Das Vergütungssystem für Überstunden in Österreich hängt von der Dienstzeit und dem Grundgehalt ab. Eine zusätzliche Dienstleistungseinheit (Mehrdienstleistung) wird mit 1,3 % des aktuellen Bruttogehalts des Lehrers vergütet.
Je erfahrener der Lehrer und je höher sein Grundgehalt ist, desto teurer kommt dem Haushalt somit jede zusätzliche Unterrichtsstunde.

Gründe für die Krise: Mangel und Bürokratie
Die Situation hat systemische Probleme im österreichischen Bildungswesen offenbart:

Personalmangel: Es herrscht ein katastrophaler Lehrermangel, und Schulleiter müssen die freien Stunden unter den vorhandenen Mitarbeitern aufteilen.

Unterschiede zwischen den Schultypen: Das Problem der Überstunden betrifft vor allem Gymnasien und Berufsschulen (AHS/BHS), während in Volks- und Mittelschulen solche Überstundenzuschläge nicht vorkommen.

Arbeitsrecht: Die Gewerkschaften kritisieren das neue Arbeitsrecht. Nach altem Recht betrug die Norm 20 Stunden pro Woche, nach neuem Recht sind es bereits 24 Stunden. Alles, was darüber hinausgeht, wird als Überstundenvergütung bezahlt.

Während die Politiker über Reformen diskutieren, füllen die Lehrer weiterhin die „Lücken“ im Stundenplan, arbeiten bis an ihre Grenzen und erhalten dafür beträchtliche Vergütungen.

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